Monat: Januar 2020

Hartmut-Koenig-230

Hart­mut König
» War­ten wir die Zukunft ab

Hartmut König war in der DDR ein FDJ- und Kulturfunktionär. Er war aber auch Musiker, Texter, und Mitbegründer des legendären Oktoberclubs der DDR. Dessen Aktionen und Lieder zur Unterstützung der Diktaturopfer in Chile unvergessen sind. Soll man ihm noch Referenz erweisen?
Vater-Mutter-Kind-230

Eivind Hof­stad Evjemo
» Vater, Mut­ter, Kim

Mit Anklang an das Massaker von Utoya entwickelt Evjemo die Geschichte um ein kinderloses Ehepaar und seinem Adoptivling Kim, einen kleinen geschundenen Thailänder. Kim wird im Laufe seiner Entwicklung für seine Adoptiveltern immer unerträglicher. Warum das trotz einer nicht durchkomponierten Geschichte lesenswert ist.
Kjelland-230

Alex­an­der Kiel­land
» Jakob

Am Ende des 19. Jahrhundert eine doppelte Provokation im prüden Norwegen: Der unaufhaltsame Aufstieg eines Neu-Bankers. Und einigermaßen offen damit umzugehen, dass Menschen Wesen mit einer Sexualität sind.
Hermann-dr-herzfeld-230

Georg Her­mann
» Dok­tor Herzfeld

Herzfelds Gänge durch den Berliner Westen erinnern in ihrer Szenerie an den Flaneur Franz Hessel, treffend schöne Stadtbilder, Gänge in der Einsamkeit unter Millionen. Die Szenerie kippt mit dem Eintritt in das große Schlachten des 1. Weltkriegs.

Hans Chris­tian Ander­sen
» Peer im Glück
» Fuß­reise
» Tante Zahnweh

Auch der Roman und die beiden Erzählungen von Hans Christian Andersen, »Peer im Glück«, »Fußreise« und »Tante Zahnweh« würde ich kaum als Bereicherung unserer Buch­regale zählen. Gut, »Lykke Peer« ist ein schönes Märchen, ein trauriges Märchen, armer Peer, Andersens letzter Roman, geschrieben in nur 3 Wochen. Aber es gibt …

Ray­mond Que­neau
» Zazie in der Metro

Auf Ray­mond Que­neau und »Zazie in der Metro«, Suhr­kamp, hatte ich mich sehr gefreut, konnte aber lei­der nur resü­mie­ren: Geho­be­ner Quatsch. Das kann mit an der durch die Über­set­zung von Frank Hei­bert uner­träg­lich flap­sig gewor­de­nen Spra­che gele­gen haben. An der stink­lang­wei­li­gen Geschichte ändert es wohl nicht viel, oder bin ich schon zu alt dafür?

Espen Ytre­berg
» Kap Herzstein

Espen Ytre­bergs »Kap Herz­stein«, :Tran­sit, schreibt über die Geschichte der »Adop­tion« zweier im Polar­ge­biet auf­ge­wach­se­nen Mäd­chen, »adop­tiert«, eigent­lich eher »geraubt« durch den nor­we­gi­sche For­scher Roald Amund­sen. Auch wenn er das spä­tere Schei­tern des Amun­dsen ein­be­zieht, es bleibt die schlecht erzählte Geschichte der Ver­schlep­pung von zwei Kin­dern durch einen kolo­nial den­ken­den und han­deln­den nor­we­gi­schen Plei­tier – lohnt nicht!

René Nybergs
» Der letzte Zug nach Moskau

René Nybergs »Der letzte Zug nach Mos­kau«, dtv, hätte etwas Span­nen­des über die Fami­li­en­ge­schichte des fin­ni­schen Autors wer­den kön­nen, wenn er über Schick­sale jüdi­scher Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger zwi­schen 1941 und 1974 berich­tet. Lei­der ist das so schlecht geschrie­ben, so sprung­haft zusam­men­ge­stellt, dass es kei­ner­lei Lese­freude ver­mit­telt, dazu kom­men stramm rechts­kon­ser­va­tive Geschichts­klit­te­run­gen – ab ins Antiquariatskörbchen!
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