Sydney-230

Doro­thy Hewett
» Die Mäd­chen von Sydney

Autor:Doro­thy Hewett (Aus­tra­lien 1959)
Titel:Die Mäd­chen von Sydney
Aus­gabe:Volk & Welt Berlin/DDR 1965
Über­set­zung:Ernst Adler
Erstan­den:Von mei­nen Australiern

Sydney-330

Es gilt als semi-auto­bio­gra­fi­scher Roman der aus­tra­li­schen Sozia­lis­tin + Autorin, die weni­ger durch ihre Romane, als durch Thea­ter­stü­cke und ihre Lyrik bekannt wurde. So rea­lis­tisch, so illu­si­ons­los, aber auch so lebens­froh schreibt sie über die Arbei­te­rin­nen in einer Syd­neyer Spin­ne­rei, so glän­zend unter­hält und fes­selt sie. Und so scho­nungs­los unter­brei­tet sie die täg­li­che Des­il­lu­sio­nie­rung jun­ger Frauen (und Män­ner) in Dreck, Lärm und All­tags­hetze. Aber auch flir­rende Sei­ten über das Leben an den Strän­den von?Sydney. Dage­gen ste­hen graue stau­bige Dach­kam­mern, der Spin­nerei­dreck ín der Luft, durch Schwan­ger­schaft been­dete Träume, Streik, Arbeits­lo­sig­keit. Hoff­nung auf eine gewerk­schaft­li­che, soli­da­ri­sche Poli­tik, der ihr Elend been­den könnte.

Ein groß­ar­ti­ges Buch, in dem man soviel über Syd­ney und Aus­tra­lien ler­nen kann. Lite­ra­tur über »Aus­tra­lien von unten«, die Hoff­nun­gen, Träume und der All­tag der Frauen und Mäd­chen, die Tag für Tag zur Tex­til­spin­ne­rei in Syd­ney eilen. Wenn auch ein wenig die Kern­ge­schichte von »Leit­fi­gu­ren« fehlt, der unge­schminkte All­tag der ein­fa­chen Arbei­te­rin­nen, der Ein­blick in die Fabrik­rea­li­tät Syd­neys zwi­schen den Krie­gen ist:

Groß­ar­tig!

2020 rezensiert, Arbeitswelt, Biografisches, Dorothy Hewett, Volk & Welt Berlin/DDR

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