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Raissa

Urda Jür­gens
» Raissa Gorbatschowa

Autor:Urda Jür­gens (Deutsch­land, 2014)
Titel:Raissa Gor­bat­schowa
Aus­gabe:Econ, 2014
Erstan­den:Anti­qua­risch
Raissa-2Sel­ten hat mich ein Fund aus mei­nem Lieb­lings­an­ti­qua­riat der­ma­ßen ent­täuscht! – Wenn man von Russ­land, sei­ner Geschichte und sei­nen Regio­nen, wenn man vom sowje­ti­schen Sys­tem kei­ner­lei Ahnung hat und dies noch auf jeder Seite in aller Deut­lich­keit ver­rät – warum um alles in der Welt ver­sucht man dann, ein Buch über die Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie, die Frau von Michail Gor­bat­schow, zu schreiben?

Um dann noch nur sei­ten­weise zu kla­gen, wie schreck­lich und ärm­lich alles bei den Rus­sen war und ist? Wo nicht etwa die brau­nen Hor­den mit ihrer vier Jahre wäh­ren­den Zer­stö­rungs­wut Anteil zu haben schienen?

Nein, so ist der Russe eben, und so ergie­ßen sich sei­ten­weise Vor­ur­teile auf dem Niveau von Bild­zei­tungs­le­sern über die uner­hör­ten Pri­vi­le­gien einer sowje­ti­schen Nomen­kla­tura, statt zu einer ech­ten Cha­rak­ter­stu­die einer der span­nends­ten Frauen der Welt­ge­schichte der letz­ten 50 Jahre zu kommen.

Das Ganze ist nicht mal als Bewer­bung für einen Job beim »Gol­de­nen Blatt« geeig­net, von der drö­gen Spra­che ganz zu schweigen.

Hunds­mi­se­ra­ble Themenverfehlung

2017 rezensiert, Econ, Gorbatschow, Russland, Sowjetunion