Kategorie: Skandinavien

Sofi Oksa­nen
» Hun­de­park

Ein literarischer Thriller, der die Industrie der Leihmutterschaft in der Ukraine zum Thema hat. Helsinki 2016: Olenka beobachtet eine Familie, die im Park mit ihren Kindern spielt. Warum beobachtet Olenka diese Kinder und diese Frau? Welche Rolle spielen sie in Olenkas Leben?

Fre­drik Back­man
» Ein Mann namens Ove

Ein Buch über Saab- und Volvofahrer, Katzenliebhaber wider Willen, einen grantelnden Rentner, vom Charme seiner iranischen Nachbarn und deren Kindern überwältigt. Aber auch ein Buch mit beißenden Angriffen gegen eine Sozialindustrie, die mit staatlicher Hilfe Menschen entmündigt. Hinreißende Lektüre.

Heðin Brú
» Vater und Sohn unterwegs

Dies ist das dritte Buch überhaupt, das auf färöisch erschienen ist. Heðin Brú war also gleichzeitig ein wichtiger Mitschöpfer einer färöischen Schriftsprache – zuvor wurde meist auf Dänisch geschrieben. Ein wundervolles Buch über den Untergang Färinger Traditionen.

Raija Siek­ki­nen
» Wie Liebe entsteht

Wenig ist übersetzt von Raija Siekinnen, die vor allem in düsteren Sujets an Katherine Mansfield erinnert (vgl. April 2016). Das Besondere aber ist die beeindruckende Sprache, die zusammen mit der schönen Ausstattung des Verlags sofort für Leselust sorgt.

Tho­mas Kofoed Poul­sen
» Rus­sert­i­den

Im Mai 1945 wurde das von den Nazis besetzte Dänemark befreit, ganz Dänemark? Nein, weit im Osten gab es die Insel Bornholm. Wo die Faschisten selbst am 8. Mai nicht den dänischen Boden verlassen wollten. Was geschah damals eigentlich, was erzählen uns die letzten Zeitzeugen davon?

Per Olov Enquist
» Aus­zug der Musikanten

Enquist gestaltet sehr bildhaft eine Episode des Beginns der schwedischen Arbeiterbewegung, in den besonders rückständigen Nord-Regionen (Västerbotten und Norbotten) – wo »sozialistische Agitatoren« erst mal nackt an den Baum gebunden wurden. Ein Stück spannend illustrierter Geschichte der Arbeiterbewegung in Skandinavien.

Frans Eemil Sillan­pää
» Hiltu und Ragnar

Die Geschichte der »unmöglichen« Begegnung zweier junger Finnen, dem 16-jährigen aus der Waldeinsamkeit Finnlands kommenden Dienstmädchen Hiltu und des 18-jährigen Villenbewohners Ragnar. Eines der intensivsten Bücher, das ich kenne, von dem bisher einzigen finnischen Literaturnobelpreisträger, das Guggolz hier vorlegt.

Randi Birn
» Aksel Sandemose

Mein Berliner Literaturblog »altmodisch:lesen« hat nicht nur einen Schwerpunkt in skandinavischer Literatur, es widmet sich auch dediziert bestimmten Autoren. Da kam das Werk der norwegischen, in den USA lehrenden Professorin Randi Birn, passend zu einem der wichtigsten Verfasser des 20. Jahrhunderts: Dem dänisch/norwegischen Aksel Sandemose. Wer etwas über Sandemose und sein Werk lernen will, ist hier genau richtig.