Kategorie: Weniger gefallen

Alan Ben­nett
» The clothes they stood up in

Wenn ein gutbürgerliches Londoner Ehepaar nach einem Opernbesuch eine völlig ausgeleerte Wohnung – ohne Klopapier – vorfindet, muss es nicht unbedingt eine »Corona Geschichte« sein. Trägt die Idee für eine ganze Story?English Summary If a middle aged London couple finds their flat– after an evening at the opera – completely robbed, even the loo paper had been taken by the burglars – is it just a »Corona fun« or what?

Tho­mas Mann
» Tod in Venedig

Eine derart geschraubt-manirierte Sprache, die den Versuch darstellt, permanent Aufmerksamkeit zu hecken, vertrage ich einfach nicht – die zweite Pleite mit Thomas Mann nach dem Zauberberg.

Hans Chris­tian Ander­sen
» Peer im Glück
» Fuß­reise
» Tante Zahnweh

Den Roman und die beiden Erzählungen von Hans Christian Andersen, »Peer im Glück«, »Fußreise« und »Tante Zahnweh« würde ich kaum als Bereicherung unserer Buch­regale zählen. Gut, »Lykke Peer« ist ein schönes Märchen, ein trauriges Märchen, armer Peer, Andersens letzter Roman, geschrieben in nur 3 Wochen. Aber es gibt …

Ray­mond Que­neau
» Zazie in der Metro

Auf Ray­mond Que­neau und »Zazie in der Metro«, Suhr­kamp, hatte ich mich sehr gefreut, konnte aber lei­der nur resü­mie­ren: Geho­be­ner Quatsch. Das kann mit an der durch die Über­set­zung von Frank Hei­bert uner­träg­lich flap­sig gewor­de­nen Spra­che gele­gen haben. An der stink­lang­wei­li­gen Geschichte ändert es wohl nicht viel, oder bin ich schon zu alt dafür?

Espen Ytre­berg
» Kap Herzstein

Espen Ytre­bergs »Kap Herz­stein«, :Tran­sit, schreibt über die Geschichte der »Adop­tion« zweier im Polar­ge­biet auf­ge­wach­se­nen Mäd­chen, »adop­tiert«, eigent­lich eher »geraubt« durch den nor­we­gi­sche For­scher Roald Amund­sen. Auch wenn er das spä­tere Schei­tern des Amun­dsen ein­be­zieht, es bleibt die schlecht erzählte Geschichte der Ver­schlep­pung von zwei Kin­dern durch einen kolo­nial den­ken­den und han­deln­den nor­we­gi­schen Plei­tier – lohnt nicht!

René Nybergs
» Der letzte Zug nach Moskau

René Nybergs »Der letzte Zug nach Mos­kau«, dtv, hätte etwas Span­nen­des über die Fami­li­en­ge­schichte des fin­ni­schen Autors wer­den kön­nen, wenn er über Schick­sale jüdi­scher Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger zwi­schen 1941 und 1974 berich­tet. Lei­der ist das so schlecht geschrie­ben, so sprung­haft zusam­men­ge­stellt, dass es kei­ner­lei Lese­freude ver­mit­telt, dazu kom­men stramm rechts­kon­ser­va­tive Geschichts­klit­te­run­gen – ab ins Antiquariatskörbchen!