Aksel San­de­mose
» Mutiny on the bar­que Zuider­see

Eine pycho­lo­gisch unge­wöhn­lich auf­ge­baute Geschichte der Befrei­ung und inne­ren Wand­lung einer jun­gen Frau. Aber bei dem gro­ßen Skan­di­na­vier San­de­mose ver­knüpft mit einer fei­nen See­fahrts­story, raf­fi­niert hintergründig.

Tom Nairn
» The enchan­ted glass

Wenn Sie sich fra­gen, wieso die eins­tige Welt- und heu­tige Atom­macht Groß­bri­tan­nien immer noch ein König­tum und keine Repu­blik ist – hier fin­den Sie eine ebenso ver­blüf­fende wie plau­si­ble Antwort.
Eng­lish summary
Why the Bri­tish olig­ar­chy and the Uka­nian sys­tem needs the »Royal cir­cus« and why it is requi­red to create a true Bri­tish identity.

Jenny Hocking
» Gough Whit­lam

Der aus­tra­li­sche Pre­mier (1971-75) galt als der »aus­tra­li­sche Willy Brandt«, er wurde – ein­zig­ar­tig in der Lan­des­ge­schichte – durch einen Staats­streich gestürzt. In den mög­li­cher­weise das bri­ti­sche Königs­haus ver­wi­ckelt war. Ein Polit­krimi »down under«.
Eng­lish Summary
The fasci­na­ting story on the perhaps most radi­cal reform-friendly Aus­tra­lian prime minis­ter, the down under ver­sion of Willy Brandt.

Bohu­mil Hrabal
» Ich habe den eng­li­schen König bedient

Leben, Kar­riere und Lebens­träume eines tsche­chi­schen Kell­ners, wäh­rend und nach der Nazi-Beset­zung der CSSR. Mit umwer­fen­dem böh­mi­schen Humor à la Schweijk erzählt, mit­un­ter so schwarz, dass es einem den Atem verschlägt.

Jaros­lav Hašek
» Schwe­j­kia­den

Lis­ti­ger böh­mi­scher Humor vom Autor des unsterb­li­chen »Brave(n) Sol­dat Schwejk«, keine große Lite­ra­tur aber liebenswert.

Jack Lon­don
» Der Wahn­sinn des John Har­nack

Eine Samm­lung unter­schied­lichs­ter Geschich­ten des nord-ame­ri­ka­ni­schen Erzäh­lers: klas­si­sche Golf­grä­bersto­ries, Schick­sale aus Irland und Schott­land, bis hin zu Fan­tasy-Anklän­gen. Loh­nend wie (fast) alle Jack Lon­don Bände in der far­ben­fro­hen aber mäßig lek­to­rier­ten Aus­gabe der Büchergilde.

Ketil Bjørn­stad
» Die Frau im Tal

Der dritte und letzte Band der Vin­ding-Tri­lo­gie in der Bjørn­stad zu gro­ßer Form auf­läuft. Die Liebe zu einer Frau und zur Ruhe der nor­we­gi­schen Finn­mark. Die stärks­ten Sei­ten sind wie­der Künst­ler-Dia­loge zu klas­si­scher Musik, zu einem Kla­vier­kon­zert von Tschai­kow­sky oder der 7. Sym­pho­nie (»Lenin­gra­der«) von Schosta­ko­witsch – Gänsehautmomente!

Tho­mas Mann
» Tod in Vene­dig

Eine der­art geschraubt-mani­rierte Spra­che, die den Ver­such dar­stellt, per­ma­nent Auf­merk­sam­keit zu hecken, ver­trage ich ein­fach nicht – die zweite Pleite mit Tho­mas Mann nach dem Zauberberg.

Lars Saa­bye Chris­ten­sen
» Yes­ter­day

Eine Jugend und das Erwach­sen­wer­den im Nor­we­gen der sech­zi­ger und sieb­zi­ger, illus­triert mit den jeweils pas­sen­den Titeln der Beat­les. Ein über lange Stre­cken sen­sa­tio­nel­les Buch!

Doro­thy Hewett
» Die Mäd­chen von Syd­ney

Rea­lis­tisch, illu­si­ons­los, den­noch lebens­froh schreibt die Hewett mit auto­bio­gra­fi­schen Anklän­gen über die Arbei­te­rin­nen in einer Syd­neyer Spin­ne­rei. Ein glän­zen­des, fes­seln­des Stück Lite­ra­tur aus der Ard­beits­welt »down under«.

John Per­kins
» Bekennt­nisse eines Eco­no­mic Hit Man

Län­der, die in wirt­schaft­li­che Abhän­gig­kei­ten durch Kre­dite und chro­ni­sche Bud­get-Defi­zite getrie­ben wer­den. Plus die US-Inter­ven­tio­nen in frem­den Län­dern, mit denen ent­we­der durch Putsch oder direkte mili­tä­ri­sche Aggres­sion ein­ge­grif­fen wurde. Ein Thril­ler über eine ganz beson­dere Art »wer­te­ge­lei­te­ter Außenpolitik«.

Ketil Bjørn­stad
» Der Fluß

Manch­mal kit­schig exzes­siv, oft aber meis­ter­hafte emo­tio­nale Höhe­punkte durch die Über­tra­gun­gen von „Musik­ge­füh­len“ in Spra­che. Bjørn­stads zwei­ter Band der Vin­ding Trilogie.