Autor: Michael Mittelhaus

Eber­hard Panitz
» Treff­punkt Banbury

Die Geschichte von zwei deutschen Antifaschisten, die sich mitten im Zweiten Weltkrieg entschieden, Geheimnisse der britisch-amerikanischen Atombombenentwicklung an die Sowjetunion zu verraten. Warum taten sie das und warum fasziniert diese Geschichte bis heute?

Lese­fut­ter – was ich im Dezem­ber 2022 ver­knus­pert habe

Lese­fut­ter – was ich im Dezem­ber 2022 ver­knus­pert habe … Lesen ist ein Lebens­eli­xier, eine Lebens­phi­lo­so­phie, die sich jedes Jahr aus etwas über 100 Büchern nährt. Das alles zu rezen­sie­ren über­steigt meine Kräfte bei wei­tem. Völ­lig uner­wähnt sol­len sie aber nicht blei­ben und fortan kurz & knapp hier im Ber­li­ner Lite­ra­tur­blog »altmodisch:lesen« vor­ge­stellt wer­den. Also was gabs im Weih­nachts­mo­nat für Lesefutter? Mein­rad Ing­lin, »Die Welt in Ingold­sau« aus dem Schwei­zer Lim­mat Ver­lag. Ein Buch, das ich als sehr, sehr schwei­ze­risch emp­fun­den...

Alex­an­der Kiel­land
» Käptn Worse
» Gar­man und Worse

Zwei Bände des Nor­we­gers Alex­an­der Kiel­land (ver­glei­che), die lose zusam­men­hän­gen, waren höchst erfreu­lich: »Käptn Worse« sowie »Gar­man und Worse«. Beide dre­hen sich um das Gesche­hen in den rei­chen Han­dels­häu­ser West-Nor­we­gens im 19. Jahr­hun­dert; aus denen auch der Autor stammte. Im Ver­gleich zum fast zyni­schen »Jakob« kommt der »Käptn« eher betu­lich aus alter Zeit daher. Mit eini­gem pie­tis­tisch-grau­sa­men aber gut erzähl­tem Gesche­hen. Ein­drucks­vol­ler wirkt »Gar­man« mit sei­nen Frau­en­schick­sa­len und der sanf­ten aber mie­sen Unter­drü­cker­rolle der Kir­che;...

Mein­rad Ing­lin
» Die Welt in Ingoldsau

Mein­rad Ing­lin, »Die Welt in Ingold­sau« aus dem Schwei­zer Lim­mat Ver­lag. Ein Buch, das ich als sehr, sehr schwei­ze­risch emp­fun­den habe, der Ver­lag eine Fund­grube der lite­ra­ri­schen Schweiz. Hier wird in stil­ler, aber ein­drucks­vol­ler Spra­che die ver­hee­rende Wir­kung reli­giö­sen Glau­bens vor allem auf das Auf­wach­sen jun­ger Men­schen in einer zen­tral­schwei­zer Klein­stadt gezeigt. Kein Wun­der, das der Ver­fas­ser Ing­lin sich vom Katho­li­zis­mus abge­wen­det hat.

Gabriele Lech-Anspach
» Insel vor der Insel

Eine kleine Insel (Steinstücken) im roten Meer der DDR – vor der Insel West-Berlin. Die höchst ungewöhnliche Geschichte der West-Berliner Exklave Steinstücken.

Daniil Gra­nin
» Regen in einer frem­den Stadt

Das Beziehungsabenteuer, das ein verheirateter sowjetischer Ingenieur auf einer Dienstreise eingeht und mit dem sein beruflicher Durchbruch verbunden ist. Granin regt (nicht nur) mit dieser Erzählung wesentlich zum Nachdenken an, er hinterlässt keine fest gefertigten Positionen. Das bringt einen anderen Lesegenuss als sonst.

Jür­gen Man­they
» Hans Fallada

Eine Biografie über einen berührenden Schriftsteller. Über einen isoliert aufgewachsenen Menschen, versuchter Doppelselbstmord, Heilanstalt, Alkohol, Morphium, Entziehungskur, Gefängnis – und dennoch Verfasser prägender Romane – wie kommt das zusammen?

Hein­rich Voge­ler
»Erin­ne­run­gen

Die erste Ausgabe der Erinnerungen des großen Künstlers, in der Bearbeitung von Erich Weinert, zusammengestellt aus einem Chaos an Aufzeichnungen. Schönes, spannendes, bereicherndes Zeugnis eines wichtigen deutschen Künstlers am Umbruch des 19./20. Jahrhunderts.

Daniil Gra­nin
»Bahn­bre­cher

Des sowjet-russischen Autors Daniil Granin erster großer Roman, von einem Elektro-Ingenieur Andrej (das war Granin selbst von der Ausbildung), der gegen althergebrachten Trott, Besitzstandsdenken und die träge Bürokratie an seiner Idee festhielt. Auch aus diesem Roman spricht, warum Granin in den Achtzigern in der DDR so beliebt war.