Mona Høvring
Ein Werk großer Sprachkunst, der Nachdenklichkeit, ein intensiver Frauenroman, Buch eines langen Abschieds, einer Befreiung und einer Identitätsfindung. Und ein handwerklich schönes Buch.
Hermann Bang
» Stuck
Die Geschichte einer Theaterpleite in der Gründerzeit. Plastisch scharf fängt Bang die nervöse Atmosphäre der Gründerzeit ein, wo man in Kopenhagen meint, man »wäre wer«.
Hermann Bang
» Das graue Haus
Ein „Erinnerungsbuch“ völlig anderer Art, Protagonisten nahe dem Ende ihres Lebens. Leider recht schwer, den Erzählfaden zu verfolgen.
Hermann Bang
» Das weiße Haus
Wie H. Bang es gelingt, mit Bildern den Leser in eine Erzählung einzuspinnen, trefflich die Zeit aus Kinderaugen heranholen kann, Erinnerungen anzudocken. Ein großer dänischer Erzähler.
Gräfin Leonora Christina Ulfeldt
» Jammers Minde
Es ist einer der ältesten dänischen Prosatexte und es sind die einzigartigen Aufzeichnungen der Gräfin Leonora Christina (LC). Die aufgrund einer Hofintrige 22 (!) Jahre im Gefängnis saß.
Sally Salminen
» Prinz Efflam
Im Schicksal eines Schiffbruchsopfers an der bretonischen Küste gelingen der Salminen Bilder des einfachen, harten, meerumtosten Bretonenlebens. Wäre da nicht ein völlig misslungenes Schlussdrittel.
Per Olov Enquist
» Auszug der Musikanten
Enquist gestaltet sehr bildhaft eine Episode des Beginns der schwedischen Arbeiterbewegung, in den besonders rückständigen Nord-Regionen (Västerbotten und Norbotten) – wo »sozialistische Agitatoren« erst mal nackt an den Baum gebunden wurden. Ein Stück spannend illustrierter Geschichte der Arbeiterbewegung in Skandinavien.
Frans Eemil Sillanpää
» Hiltu und Ragnar
Die Geschichte der »unmöglichen« Begegnung zweier junger Finnen, dem 16-jährigen aus der Waldeinsamkeit Finnlands kommenden Dienstmädchen Hiltu und des 18-jährigen Villenbewohners Ragnar. Eines der intensivsten Bücher, das ich kenne, von dem bisher einzigen finnischen Literaturnobelpreisträger, das Guggolz hier vorlegt.
Randi Birn
» Aksel Sandemose
Mein Berliner Literaturblog »altmodisch:lesen« hat nicht nur einen Schwerpunkt in skandinavischer Literatur, es widmet sich auch dediziert bestimmten Autoren. Da kam das Werk der norwegischen, in den USA lehrenden Professorin Randi Birn, passend zu einem der wichtigsten Verfasser des 20. Jahrhunderts: Dem dänisch/norwegischen Aksel Sandemose. Wer etwas über Sandemose und sein Werk lernen will, ist hier genau richtig.
Poul Bundgaard
» Livet er skønt
Das Leben ist schön lautet der Titel dieser dänischen Biografie von Poul Bundgaard, Sänger, Conferencier, Schauspieler und dem deutschen Publikum als der »dicke Kjeld« in der Olsenbande bekannt. Hier zeigt er andere und sehr umfangreiche Seiten seines Künstlerlebens, was bis hin zur Interpretation absurder Stücke von Beckett ging.
Hans Jaeger
» Bibel der Anarchie
Jaegers berühmte »Christiania Boheme« beschäftigt skandinavische Literaten bis heute (vgl. insbesondere Ketil Bjørnstad). Der Charme der »Anarchiebibel« besteht jedoch darin, Wirtschaft und Produktion einmal völlig anders zu denken, aber trägt das für das ganze Buch?
Ingvar Ambjørnsen
» Die Nacht träumt vom Tag
Ambjørnsen kann von seinen Raubzügen durch leere Sommerhäuser wunderbar von der norwegischen Natur, Wälder, Fjorde, Bergseen, ihre umarmende Einsamkeitstiefe erzählen. Warum ich trotzdem mit dem Buch nicht recht warm geworden bin.










