Ingvar Ambjørnsen
Ambjørnsen kann von seinen Raubzügen durch leere Sommerhäuser wunderbar von der norwegischen Natur, Wälder, Fjorde, Bergseen, ihre umarmende Einsamkeitstiefe erzählen. Warum ich trotzdem mit dem Buch nicht recht warm geworden bin.
Henning Mankell
» Der Sprengmeister
Ein verblüffend guter Erstling des 2015 verstorbenen Henning Mankell. Kein Krimi, sondern der schnörkellose Roman eines Arbeiterlebens, eines Sprengmeisters.
Herbjørg Wassmo
» Die Geliebte des Spielers
Ganz entgegen der sonstigen Qualitäten der Wassmo eher leblos und unwirklich.
Solrun Michelsen
» Tanz auf den Klippen
Ein Buch aus dem kleinen Inselreich der Färoer, ein seltenes also. Dieser Roman hat seine Stärke in surrealen, oft anrührenden Bildern aus der Kindheit, genügt das?
Leena Lander
» Die Insel der schwarzen Schmetterlinge
Die Finnin Leena Lander versucht die Geschichte des Heimzöglings Juhani zu erzählen, der trotz der Brutalitäten des Heimlebens und der (mutmaßlichen?!) Elternhölle erfolgreicher Manager wird. Warum das ziemlich misslungen ist.
Axel Sandemose
» Der Klabautermann
Dies ist die erste größere Erzählung eines der bekanntesten skandinavischen Autoren, des großen Norwegers Axel Sandemose (1899-1965). Es ist eine hintergründige maritime Psychologie, die heute noch fesselt.
Herbjørg Wassmo
» Dinas Vermächtnis
Im dritten Band der Dina-Trilogie endet vieles in einem Katastrophencrescendo, verursacht aus der flirrenden Figurenkonstellation, Karnas Teufelsbraten-Haftigkeit und der grundsätzlichen Explosivkraft dieser Geschichte der Wassmo.
Herbjørg Wassmo
» Sohn des Glücks
Der zweite Band der Dina-Trilogie gehört wieder zur großen norwegischen Literatur, schon wegen mannigfaltiger zauberhafter Sprachmomente und starker Erzählkunst der Wassmo. Die Gestalten, ihr Leben, ihre Gefühle, ihre werdenden Veränderungen sind wieder ungeheuer kraftvoll erzählt, sorgen für großes Lesevergnügen.
Herbjørg Wassmo
» Das Buch Dina
Mit der Dina, die dem ersten Band den Titel gibt, wurde eine ungeheuer starke Frauengestalt, abseits jeder Konventionen und Normalität und in völligem Kontrast zu üblichen (skandinavischen) „Slægtsromanen“ des 19. Jahrhunderts geschaffen. Einer der besten Romane des 20. Jahrhunderts.
August Strindberg
» Die Inselbauern
Ein einfacher und gut zu lesender Strindberg, der die Saga von Aufstieg und Fall des Knechts Carlsson auf einem Hof in den Stockholmer Schären erzählt. Eine schöne Ausgabe, 100 Jahre alt.
August Strindberg
» Am offenen Meer
Trotz expressionistisch-begeisternder Naturbeschreibungen ist das Buch in erster Linie ein Zeugnis eines untergegangenen, völlig verqueren Menschenbildes.
Pernille Boelskov
» Bornholmer Dybet
Der zweite Bornholm-Krimi der dänischen Autorin Pernille Boelskov. Hat er den Schwung des ersten (»Granitgrab«)? Und lohnt es sich auch für Leser, die keine Fans der östlichsten dänischen Insel sind?












