
Judith Hermann
» Sommerhaus, später
| Autor: | Judith Hermann (Deutschland 1998) |
| Titel: | Sommerhaus, später |
| Ausgabe: | Fischer Taschenbuch, 16. Auflage 2014 |
| Erstanden: | Buchhandlung Volk, Recke |

Der herausgebende S. Fischer Verlag schreibt 2023 dazu auf seiner Webseite:» 2023 feiern wir 25 Jahre »Sommerhaus, später« . Dieses Buch hat Generationen von Leser*innen geprägt. Im September 1998 erschien in der Collection S. Fischer ein Buch, das die literarische Landschaft verändert hat: »Sommerhaus, später«. Erzählungen wie »Rote Korallen« und »Hunter-Thompson-Musik« haben eine ganze Generation von Leser*innen geprägt und über Jahre begleitet.«
Soweit bin ich leider nicht gekommen. Nachdem ich mit drei der neun Kurzgeschichten wertvolle Lebenszeit vergeudet hatte, legte ich diesen (merkwürdigerweise hochgelobten) Megaflop beiseite.
»Rote Korallen«, fast eine deutsch-russische Geschichte, nett erzählt, aber wozu? »Hurrikan« ist das inhaltslose Geschwätz einer Jet-Generation, die sich (leider) auf der ganzen Welt tummelt.
Die Titelgeschichte: Ein Mensch, der im Taxi lebt, stundenlang damit umher fährt – das hätte man auch in wenigen Sätzen erzählen können. Des weiteren handelt das Epos von einer völlig bescheuerten Clique, die nur Blödsinn treibt; das sollte man unter Twitter/Instagram schimmeln lassen und nicht zwischen Buchdeckel pressen. – Nichtssagende, langweilige Strohliteratur, à la Jack Kerouacs »Unterwegs«, nichts für mich.
Meine Frau musste das seinerzeit in ihren Kursen der gymnasialen Oberstufe unterrichten, stimmt mir heute, als Pensionärin von offiziellen Verpflichtungen unbelastet, weitgehend in der Ablehnung zu. Auch ihr blieb der Hype um dieses Buch unverständlich.
So erlaube ich mir, gestützt vom Urteil einer Germanistin, auszurufen:
