Phantom-230

Gas­ton Leroux
» Das Phan­tom der Oper

:Gas­ton Leroux (1916)
Titel:Das Phan­tom der Oper
Aus­gabe:Arena Ver­lag 2007, Lizenz des Carl Han­ser Ver­lags 1988
Erstan­den:Land­buchan­del Kross, Bippen
Phantom-330
Anti­qua­risch, d.h. ohne Schutz­um­schlag und daher hier der Vorsatztitel.

Die genuss­voll leichte Beschrei­bung der Aben­teuer der Pri­ma­donna Chris­tine Daaé, des Vicomte Raoul de Chagny – und eben des Phan­toms. Am Anfang fand ich es etwas bemüht auf schau­rig« gequält und sprach­lich nicht immer gelun­gen. Aber bald war ich gefes­selt von die­sem Opern­aben­teuer, das sich als gemüt­lich-gru­se­li­ges Bio­top der Merk­wür­dig­kei­ten ent­puppte. Vor allem mit den diver­sen Kel­lern, die es in sich haben und das mit­ten im mon­dä­nen Paris. Leroux ent­fes­selt ein geschick­tes Spiel zwi­schen den drei Haupt­per­so­nen, mit lan­gen Rei­sen durch den Unter­grund der Oper, die Han­deln­den oft hart am Rande des Wahn­sinns. Das Ganze hat ein fast ver­söhn­li­ches Ende, das die Lie­ben­den ver­eint und das Schick­sal des eigent­lich bedau­erns­wer­ten Phan­toms auf­klärt; »Häss­lich­keit war sein Schicksal«.

Der Roman ist manch­mal etwas pla­ka­tiv und erreicht nicht die Dichte eines E.T.A. Hoff­mann oder E.A.Poe, wirkt mit­un­ter umständ­lich, ist aber eine sehr gute und leichte Unterhaltung.

Ziem­lich lesens­wert (Ber­li­nisch für: Klasse!)

2016 rezensiert, Arena Verlag, Frankreich, Gaston Leroux