Autor:Richard Llewl­lyn (Wales, 1960)
Titel:Up into the sin­ging mountain
Aus­gabe:Ver­lag Michael Joseph, Lon­don, 1963, eng­li­sche Originalausgabe
Erstan­den:Anti­qua­risch
Spra­che:Eng­lisch

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Gedacht als Nach­fol­ge­band zu »How green was my val­ley«, spielt dies mit einem Teil der alten Prot­ago­nis­ten unter wali­si­schen Aus­wan­de­rern in Pata­go­nien, letzt­lich von der Armut in Wales ver­trie­ben, hof­fend auf das Neue. In Latein-Ame­rika blei­ben Sie aber unter sich und wol­len (meist) kein Spa­nisch spre­chen. Der Erzäh­ler des »Green Val­ley«, der junge Huw ist her­an­ge­wach­sen, macht sich als Tisch­ler erfolg­reich selbst­stän­dig und erfährt – soviel er auch her­um­wan­dert – eigent­lich ist über­all das­selbe: Auch in die­sem Land des abso­lu­ten Über­flus­ses blüht Klatsch und Tratsch, In-Groups und Eli­ten ent­schei­den und bestim­men, Fair­ness und Offen­heit für Neues sind Fremd­worte. Huws Non-Kon­for­mis­mus stößt auf mas­si­ven Widerstand.

Außer eini­gen Namen und der Spra­che erin­nert wenig an die wali­si­sche Hei­mat, bei den »Aben­teu­ern« des jun­gen Huw in Pata­go­nien denkt man oft eher an eine Rei­se­er­zäh­lung von Karl May, denn eine Fort­set­zung des Val­leys. Mr. Gruffyd taucht eher am Rande auf, ähn­lich ist es mit den Geschwis­tern, fort ist der Schmelz der Erzäh­lung mit Kin­der­au­gen gese­hen aus einer gelieb­ten Hei­mat, Stück für Stück fällt der Zau­ber des Tals ab. Dass man das Land hier einst den Indios geraubt hat, erscheint mit kei­ner Silbe. Und so wan­dern sie über den Berg und erhof­fen nun im nächs­ten Tal das Paradies…

Bana­ler Nachfolgeband