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Fried­rich Wolf
» Was der Mensch säet …

Autor:Fried­rich Wolf (Deutsch­land, 1945)
Titel:Was der Mensch säet
Aus­gabe:Auf­bau-Ver­lag Berlin/DDR, 1960, gesam­melte Werke, Bd. 5
Erstan­den:Anti­qua­risch, mit Hilfe eines Dres­de­ner Sammlers
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Cover des Bands 5 der Fried­rich Wolf Werk­aus­gabe des Auf­bau Ver­lags von 1960, in dem »Was der Mensch säet …« ent­hal­ten ist.

Fried­rich Wolf, Arzt, Homöo­path, Autor, Kin­der­buch-Ver­fas­ser, Poli­ti­ker, ein Mul­ti­ta­lent – ist des­sen Werk noch aktuell?

In den Rezen­sio­nen von »Heim­kehr der Söhne«  und »Der Rus­sen­pelz»  habe ich bereits gezeigt, wie aktu­ell der Autor ist. Wolf war aber nicht nur Roman-Autor, son­dern auch Ver­fas­ser von sehr erfolg­rei­chen Dra­men bzw. Schau­spie­len. Dazu gehö­ren »Cyan­kali«, »Pro­fes­sor Mam­lock« sowie das Film­sze­na­rium »Rat der Göt­ter«, um nur einige zu nennen.

Dazu kommt »Was der Mensch säet …«, 1945 ent­stan­den. Es besticht wie­der durch die Genau­ig­keit mit der Wolf anhand des Lebens weni­ger Prot­ago­nis­ten zwi­schen 1939 und ’45 zeigt, was Faschis­mus aus­macht, wohin er führt und was die Men­schen ern­ten, gesät haben.

Es sind hier die Schick­sale des Schnei­ders Pann­witz, sei­ner Mit­ar­bei­ter und sei­ner Fami­lie, gut situ­iert durch Anfer­ti­gung von Uni­for­men für die kriegs­vor­be­rei­tende Wehr­macht. Dazu die Fami­lie des Stu­di­en­rats und SS-Man­nes Lippe, der reak­ti­vierte Gene­ral Wes­tern­ha­gen, der Pfar­rer Kranz und der Arzt und Sani­täts­rat Dr. Feld.

Das Drama beginnt mit der Flucht des alten Arz­tes, Sani­täts­rat Dr. Feld, Nazi­geg­ner, vor einem toben­den Lynch­mob. Die Flucht führt ihn zufäl­lig in die Schnei­der­werk­statt des Herrn Pann­witz. Der mit sei­ner Her­stel­lung von Uni­for­men gutes Geld am Sys­tem ver­dient. Flücht­linge in Schutz zu neh­men, war aber längst kri­mi­na­li­siert im Nazi­reich – und wie geht man heute mit Flücht­lin­gen um?

Dr. Feld wird von der SA erschla­gen, aber sein zufäl­li­ger kur­zer Auf­ent­halt beim Schnei­der ist der Auf­takt für eine Folge gegen­sei­ti­ger Erpres­sun­gen. Pann­witz soll unter dem Vor­wand der Flücht­lings­hilfe erpresst wer­den, der Frau des SS-Manns Lippe 10.000 Mark als Start­ka­pi­tal für ein ersehn­tes Gut im Osten geben. Lip­pes hof­fen, vom geplan­ten Feld­zug gen Osten pro­fi­tie­ren zu kön­nen. Frau Lippe drängt, andere Nazis hätte sich längst Raub­gut gesichert.

Lip­pes Sohn Horst will die zufäl­lige Anwe­sen­heit des reak­ti­vier­ten Gene­rals bei der Flucht von Dr. Feld nut­zen, um sich einen beque­men Druck­pos­ten beim Gene­ral zu erpres­sen. Gerd, 15, Sohn von Pann­witz, wirbt um Gud­run, eeben­falls 15, die Toch­ter des SS-Manns Lippe. Die wie­derum von ihrem Vater den Haus­schlüs­sel erpresst mit Hin­weis auf Dr. Feld, um nachts unge­stört fei­ern zu kön­nen. So bohrt sich das Gift der Nazis direkt in die Fami­lien hin­ein, Kin­der erpres­sen ihre Eltern.

Selbst Pfar­rer Kranz, der Dr. Feld, eine Weile vor dem Mob schützt, traut sich in die­sem Klima nur begrenzt zum Schutz von Dr. Feld zu expo­nie­ren, er hätte ja auch noch andere Gläu­bige, um die er sich küm­mern müsse. Dass der Arzt einst fast alle Kin­der in der Stadt behan­delt und geheilt hat, geht beim Mob unter. Dabei ist die War­nung F. Wolfs so schreck­lich aktu­ell, Dr. Feld, »der das Ver­bre­chen beging, an ein fried­li­ches Zusam­men­le­ben der bei­den Völ­ker zu glau­ben.« Auch das erscheint heute in Bezug auf Deutsch­land und Russ­land schon fast als Ver­bre­chen, min­des­tens Landesverrat.

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Bild des Autors, Cooy­right und mit Geneh­mi­gung des Sohns von Fried­rich Wolf, Prof. Dr. Naumann

Des Gene­rals Sohn Tilo, akti­ver Sol­dat, erklärt, »Erst mit Ordens­spange und EK I sähe der Gene­ral mensch­lich aus.«; S. 333 Und der Kom­miss fei­ert sich, wenn der Gene­ral auf der War­nung vor einem Zwei­fron­ten­krieg äußert: »Ich habe nach Befeh­len zu han­deln und nicht nach Ver­nunft­grün­den«; S. 336

Immer­hin nimmt Marga, die Toch­ter von Pann­witz, den Zuflucht suchen­den Arzt Dr. Feld, in der sich im Schnei­der­ate­lier zuspit­zen­den Szene in Schutz, in dem sie ihn bit­tet, nach oben zu kom­men und ihre Ohren zu unter­su­chen. Dem Gene­ral, der meint, man könne das ges­tern (1914) nicht mit dem heute ver­glei­chen, sagt Dr. Feld vor­her noch: »Nein, dies­mal kommt es wesent­lich schlim­mer.« Und fügt hinzu: »Es wäre gut, wenn wir hier zehn Leute mit Ver­nunft und Beken­ner­mut hät­ten«; S. 338. Und er kommt zu dem Schluss, »… was der Mensch sät, wird er ern­ten.« Mit die­ser war­nen­den (bibli­schen) Pro­phe­zei­ung inmit­ten des »völ­ki­schen Auf­bruchs« in Deutsch­land, gibt er dem Buch den Titel.

Ein­ge­floch­ten wird, dass Marga, Toch­ter des Pann­witz, nicht gerade eine »Nazisse« zu sein scheint, wie man sei­ner­zeit weib­li­che Nazi­an­hän­ge­rin­nen bezeich­nete. Horst, Lip­pes Sohn und ihr Lieb­ha­ber und Rit­ter­kreuz­trä­ger, erkennt ange­sichts eines von ihm abge­schos­se­nen bri­ti­schen Pilo­ten, dass der auch nur ein armer Kerl ist. Und Marga sagt zu ihm: »Nein, ich ver­stehe es wahr­haf­tig nicht, wes­halb die­ses Schie­ßen und Abge­schos­sen­wer­den ins Rie­sen­hafte wei­ter­ge­hen soll, wes­halb ihr jetzt noch einen Krieg anfan­gen müsst …«; S. 349. Was aber beide nicht dazu bewegt, aktiv Wider­stand zu leisten …

Wäh­rend­des­sen begin­nen die Damen Lippe und Pann­witz zu dis­ku­tie­ren, wer sich am bes­ten das Haus vom ermor­de­ten Dr. Feld aneig­nen kann, die Hyä­nen begin­nen sich also um die Beute zu strei­ten. Soh­ne­mann Pann­witz hat sich dage­gen das Motor­rad des Sohns von Dr. Feld schon ange­eig­net, von Opfern des Nazi­sys­tems haben damals scham­los viele pro­fi­tiert. Wäh­rend des­sen trei­ben Lip­pes ihre Erpres­sung des Gene­rals wei­ter, dass er ihrem Sohn den begehr­ten Druck­pos­ten ver­schafft. Und ver­spre­chen ihm wie­derum Unter­stüt­zung bei des­sen Bestre­ben, eine Divi­sion über­neh­men zu dür­fen. Rän­ke­spiele und Vet­tern­wirt­schaft, auch ein Mar­ken­zei­chen des Nazi­sys­tems. Dabei warnt Irene ihren Mann, den Gene­ral noch vor Unter­stüt­zung durch Lippe und des­sen SS-Gefolg­schaft: »… diese Leute neh­men zu erst nur den klei­nen Fin­ger, dann die ganze Hand und zuletzt den Men­schen.«; S. 357. Sie kri­ti­siert gleich­zei­tig den Lnych­mord an Dr. Feld, ihr Mann redet sich her­aus, das wäre doch ein Ein­zel­fall. Im feins­ten Nazi­sprech lässt der Autor den Gene­ral sei­ner Frau ent­geg­nen: »Ich habe jedoch hier in die­ser his­to­ri­schen Stunde als hoher Offi­zier vor mei­nem Volk eine ver­ant­wort­li­che Stel­lung.« Wor­auf­hin sie ant­wor­tet: »Ernst, die Größe die­ser Nation macht mich schau­dern.«; S. 357/358.

Durch die Erpres­sung durch den SS-Mann Lippe muss der Gene­ral seine eigene Mei­nung auch zum Lynch­mord an Dr. Feld ver­ber­gen. Sein eige­ner Sohn Man­fred ist fas­sungs­los. »Was heute mor­gen ein Unrecht war, das kann doch am Mit­tag nicht recht sein?« S. 359

Inzwi­schen haben die Nazis nach dem abge­bro­che­nen Feld­zug gegen Groß­bri­tan­nien die Sowjet­union über­fal­len. Einer der Wehr­macht­sol­da­ten, die an die­sem Über­fall teil­ge­nom­men haben, ist im Zivil Schnei­der bei Pann­witz. Er erzählt gera­dezu begeis­tert seine Erleb­nisse aus die­sem Erobe­rungs­krieg. Jedoch auch von Mas­sen­er­schie­ßun­gen, selbst von Frauen und Kin­dern. Aber er habe dazu weder den Befehl gege­ben, noch selbst geschos­sen. Womit er die Stan­dard-Aus­rede aller Nazi-Sol­da­ten ins Spiel bringt.

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Cover des E-Books des Dra­mas bei Edi­tion Digital

Wäh­rend nur der alte Schnei­der Andrä Unwil­len dem gegen­über zeigt, haben Lip­pes nun end­lich ihr Land­gut in der Umge­bung des inzwi­schen erober­ten Minsk in Bel­o­russ­land bekom­men. Wo um die 50 Rus­sen für sie arbei­ten müs­sen … Viele Deut­sche haben sich Beu­te­gut aus dem Feld­zug mit­ge­bracht, auch Gerd, Pann­witz` Sohn, hat sich einen Rus­sen­pelz besorgt, der in der väter­li­chen Werk­statt nun pas­send gemacht wer­den soll. Auch der Vater will wei­ter vom Krieg pro­fi­tie­ren und bit­tet den Lippe Sohn Horst, sich doch in Mos­kau schon ein­mal um ein güns­tig gele­ge­nes Laden­lo­kal für einen dort zu eröff­nen­den Toch­ter­be­trieb für die deut­schen Besat­zungs­sol­da­ten umzu­se­hen. So woll­ten die Nazis die deut­sche Bevöl­ke­rung in ihren Ver­nich­tungs­krieg gegen die Sowjet­union ein­be­zie­hen und an der Beute teil­ha­ben lassen.

Da nutzt es wenig, dass der alte Andrä beschwört: »… wie es schreit gegen jeden, der sei­nen klei­nen Fin­ger dazu gibt, wie es schreit, das Blut der Frauen und Kin­der …«. Gegen die Besof­fen­heit des mög­li­chen Beu­te­ma­chens kommt er nicht an. Auch nicht gegen den ver­zwei­fel­ten Schrei eines alten Man­nes, der sich seine Mensch­lich­keit bewahrt hat.

Das ändert sich etwas, mit dem ers­ten Sieg der Roten Armee und der Nie­der­lage der Nazis vor Mos­kau, womit haben wir das ver­dient, fragt Marga, die Toch­ter des Pann­witz. Wor­auf­hin der Pfar­rer Feld ihr erklärt: »… und doch hat jeder von uns ein Körn­chen zu die­sem Ver­dienst beigetragen«;S. 370.

Die Gewalt des Krie­ges ver­dirbt die Men­schen end­gül­tig, Horst, der Marga ver­geb­lich begehrt: »…ich werd sie schon klein­krie­gen, diese stör­ri­sche Stute …« S. 375. Das zeigt sich erst recht nach Sta­lin­grad. Ein sowje­ti­sches Flug­blatt und eine Radio­sen­dung zei­gen, dass einige Wehr­machts­sol­da­ten, Sta­lin­grad über­lebt haben in sowje­ti­scher Gefan­gen­schaft. Was den Pfar­rer Kranz in einen Gewis­sens­kon­flikt ver­setzt, unter die­sen Umstän­den könne er nicht wie ver­langt einen Trau­er­got­tes­dienst hal­ten, wenn diese Men­schen noch leben. In einer schar­fen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem SS-Mann Lippe lässt er sich zu einer offe­nen Anklage gegen Wehr­macht- und Nazi­ver­bre­chen hin­rei­ßen, S. 387. Vom Autor Wolf wirk­lich ein­drucks­voll for­mu­liert. Auch die Fami­lie des Gene­rals wird durch Flug­blät­ter und Rund­funk­mel­dun­gen, dass ihr Sohn Thilo mög­li­cher­weise noch lebt, gespal­ten. Für die einen ist es »Feind­pro­pa­ganda«, für die ande­ren Hof­fungs­schim­mer. Die Frau des Gene­rals ver­wei­gert hier ihrem Mann den Gehor­sam: »Ich pfeife auf Ihren Befehl Herr Gene­ral. Ich bin kein Rekrut, son­dern eine Mut­ter.« Und wei­ter: »Der alte Dok­tor der … vor die­sem Krieg warnte, er hatte hun­dert­mal mehr Mut und Zivil­cou­rage als ihr alle!«; S. 383.

Pfar­rer Kranz spricht auch den SS-Mann Lippe über die sowje­ti­schen Anga­ben an, dass viele deut­sche Sol­da­ten noch leben und in Gefan­gen­schaft sind: »Und was sagt ihr Gewis­sen, Herr Sturm­bann­füh­rer?« Lippe dazu: »Mein Gewis­sen ist der Führer!«

Also Kada­ver­ge­hor­sam über alles, Den­ken durch Paro­len ersetzt und prak­ti­scher­weise Füh­rer­glaube statt eines eige­nen Gewis­sens, typisch für den deut­schen Faschis­mus. Dem Pfar­rer wird der Besitz des sowje­ti­schen Flug­blatts das Leben kos­ten, er erkennt: »Nun, weil ich mei­nen Lohn erhalte, … für das, was ich nicht getan habe, weil auch ich näm­lich einer der Hun­dert­tau­sen­den war, die bei allem … bloß dabei gestan­den sind.«; S.387

Und als Horst, Sohn des Lip­pes, sich nach dem 20. Juli 1944 als SD-Mit­ar­bei­ter ent­puppt und vom Gene­ral ob der schlech­ten mili­tä­ri­schen Lage des Lan­des zum Nach­den­ken auf­ge­for­dert wird, ent­geg­net der: »Der Füh­rer denkt für uns alle!«. Der Gene­ral (wie einige Anhän­ger des Auf­stands vom 20. Juli), erschießt sich und erkennt ster­bend: »… nur Mut hätte man … haben müs­sen … einen ganz ande­ren Mut.«

Der Schluss­akt des Dra­mas spielt auf Lip­pes rus­si­schem Raub­gut, im Chaos der Flucht vor den Sowjets, des Zusam­men­raf­fens von Beu­te­gut, dem end­li­chen Zusam­men­bruch des gan­zen Sys­tems. Frau Lippe regt sich über die not­wen­dige Flucht so auf, dass sie beim ver­zwei­fel­ten Ein­pa­cken ihrer Beute einen Herz­in­farkt bekommt. Pann­witz dreht ange­sichts des Unter­gangs kom­plett durch und hält sich für den Füh­rer per­sön­lich. Das Haus wurde mitt­ler­weile gegen die zu erwar­tende Rote Armee ver­mint. Der alte Andrä, auch zur Flucht auf­ge­for­dert, aber sagt: »Ich fürchte die Rus­sen nicht … ich bin ein ein­fa­cher Mensch, der sein Leben lang mit sei­nen Hän­den gear­bei­tet hat.« Und ent­schließt sich den Scharf­ma­cher Horst, der wei­ter­kämp­fen und die ande­ren mit hin­ein­zie­hen will, nie­der zu schla­gen. Man­fred, Gene­rals­sohn, kapi­tu­liert dage­gen gemein­sam mit dem alten Andrä und ver­lei­tet auch die übri­gen dazu. Man­fred und Marga kom­men in einem Dia­log zusam­men, sprin­gen end­lich – wie lange gehofft – sym­bo­lisch durchs Feuer und ste­hen für die Hoff­nung eines Neu-Anfangs in Deutschland.

In einem Tableau mit weni­gen Per­so­nen zeigt Wolf, wie die Krank­heit des Faschis­mus Hirne und Seele der Men­schen ergreift. Wie das Sys­tem alle mensch­li­chen Werte in ihr Gegen­teil ver­dreht. Die Men­schen sich gegen­sei­tig belü­gen und betrü­gen. Und wohin Unter­ta­nen­geist und Kada­ver­ge­hor­sam füh­ren. Also Eigen­schaf­ten, die mit einer heute geplan­ten Wie­der­ein­füh­rung der Wehr­pflicht erst breit geför­dert wer­den sol­len. Und Men­schen ern­ten immer, was sie einst gesät haben, auch durch Nichts­tun und Stillhalten.

Unbe­ding­ter Gehor­sam, abso­lute Gläu­big­keit gegen­über Vor­ge­setz­ten und staat­li­chen bzw. mili­tä­ri­schen Insti­tu­tio­nen, waren Exis­tenz-Vor­aus­set­zung für die Nazis. Und wo lernt man so zu gehor­chen, sich bedin­gungs­los unter zu ordnen?

Nun das pas­siert idea­ler­weise beim Mili­tär, beim Mar­schie­ren in Reih und Glied, beim Befeh­leaus­füh­ren statt sel­ber den­ken. Und so geht die gegen­wär­tige mas­sive Remi­li­ta­ri­sie­rung Deutsch­lands mit­samt irrer Auf­rüs­tung und pro­pa­gan­dis­ti­scher Vor­be­rei­tung wie dem jüngs­ten »Vete­ra­nen­tag« erschre­ckend deut­lich und rück­wärts in die alte und fal­sche Rich­tung. In die Rich­tung eines neuen deut­schen Mili­ta­ri­mus mit dem Poten­tial neuer Kriege und eines neuen Faschismus.

F. Wolf hat mit »Was der Mensch säet« deut­lich gezeigt, wel­che »Ernte« damit droht.


Nach­trag: Das Stück bekam 1955 seine Urauf­füh­rung im Tho­mas Münt­zer Thea­ter, Eis­le­ben, in der DDR. Es ist in ver­schie­de­nen Aus­ga­ben anti­qua­risch erhält­lich, so auch als E-Book beim Tha­lia Ver­lag. Ebenso bei der Edi­tion Digi­tal der Pekrul&Sohn GbR. Ver­träge mit fast 100 DDR-Autoren ermög­li­chen es die­sem Ver­lag, deren in sehr hohen Auf­la­gen erschie­ne­nen Bücher als E-Book anzu­bie­ten, teil­weise auch deren Nachwendebücher.

2025 rezensiert, 3. Reich, Eroberungskrieg, Faschismus, Flüchtlinge, Friedrich Wolf, Kadavergehorsam, Kriegsgegner, Raubgut