Autor:Hanns-Josef Ortheil (Deutsch­land, 2019)
Titel:Der von den Löwen träumte
Aus­gabe:Luch­ter­hand Lite­ra­tur­ver­lag 2019
Erstan­den:Buch­hand­lung Volk, Recke

Ortheil-330

Das sollte ein Buch sein, über einen von Depres­sio­nen und Schreib­blo­cka­den gequäl­ten Heming­way in Vene­dig, wo er die­sen ner­vi­gen Umstän­den ent­kom­men wollte. Mit Heming­ways Wer­ken (meist im Ori­gi­nal) weit­ge­hend ver­traut, stieß ich hier auf eine bit­tere Ent­täu­schung. Eine unsäg­li­che, höl­zerne gedrech­selte Kunst­spra­che, gestelzte Dia­loge, ein Werk ohne jede echte Erzäh­lung. Etwas dem jede Stim­mung und Gefühl fehlt, grau­en­voll lang­wei­lig und im Grunde ein Hohn für einen der­art gro­ßen US-ame­ri­ka­ni­schen Erzäh­ler. Was der Autor hier sagen wollte, hab ich nach 130 Sei­ten nicht ver­stan­den und aufgegeben.

Lie­ber nicht!