Gaston Leroux
Es brauchte Zeit, um sich hinein zu lesen, aber dann! Was macht dieses »Opernabenteuer« bis heute so fesselnd?
E.T.A. Hoffmann
» Das Fräulein von Scuderi
Die genial-romantisch erzählte Geschichte des besessenen Goldschmidts Cardillac, seiner Tochter und ihres Geliebten Olivier, ein Highlight in »altmodisch:lesen«. Wie dann durch das edle Fräulein von Scuderi eine Rettung in äußerster Not kommt, ist bemerkenswert.
Arno Schmidt
» Das große Lesebuch
Eine Sammlung äußerst unterschiedlicher Erzählungen des Autors, manchmal witzig, manchmanl schwer verständlich, oft mit Sprachartistik versetzt. Auch etwas Besonderes in meinem Literaturblog. Ist der Autor heute noch eine Bereicherung?
F. C. Delius
» Mein Jahr als Mörder
Dank der Übernahme der meisten Nazi-Juristen in den bundesdeutschen Staatsdienst wurden nach 1945 oft die Nazi-Opfer, nicht die Täter juristisch belangt. Einen Berliner Studenten empört dies derart, dass er beschließt, den ehemaligen Richter am »Volksgerichtshof« der Nazis, Rehse, als Sühne für dessen Taten umzubringen.
Irmgard Keun
» Das kunstseidene Mädchen
Zu meinem Literaturblog »altmodisch.lesen« gehören auf jeden Fall Lesefavoriten meiner Mutter, wie dieser Band Aus dem Kleinstadt Tingel-Tangel bricht Anfang der Dreißiger des 20. Jahrhunderts eine junge Frau nach Berlin auf, aber nicht um als »Büromieze« zu enden. Ihr Leben zwischen geborgtem Ehebett und Parkbank schildert die Keun mit einer unglaublich nüchtern-nonchalanten Sprache, im Stil der Neuen Sachlichkeit.
Vera Inber
» Der Platz an der Sonne
Paris, Odessa, Leningrad, Moskau, Stationen der Dichterin Vera Inber, die im Stil zwischen Expressionismus und »Neuer Sachlichkeit« schreibt. Und erzählt, wie sie als alleinstehende Mutter ihre Talente in Moskau nach dem Sturz des Zaren entwickeln kann.
Egon Erwin Kisch
» Geschichten aus sieben Ghettos
Ein sehr spezieller Kisch, der Jude und spätere Kommunist, der Geschichten aus sieben verschiedenen jüdischen Vierteln der Welt notiert. Warum es für den Rezensenten schmerzhaft war, Geschichten im jiddischen Jargon zu lesen.
Hallgrimur Helgason
» Eine Frau bei 1000 Grad
Das ist kein Roman, sondern ein Vulkan, eine vollkommen irrwitzige und selten schnoddrige Reise durch die letzten 80 Jahre der Weltgeschichte.
Ilja Ehrenburg
» Der zweite Tag
Eine Sammlung von Episoden und aus der Zeit des ersten sowjetischen 5-Jahresplans (1928-32) mit der überwältigenden Aufbau- und Aufbruchstimmung dieser Zeit. Deren Ergebnisse wiederum Voraussetzung war, den Überfall der Nazitruppen auf die Sowjetunion 1941 vernichtend zurück zu weisen.
Boris Wassiljew
» Im Morgengrauen ist es noch still
Die zur dritten Welle gehörende sowjetische Kriegserzählung macht unerbittlich klar, was Krieg bedeutet: gegen die innersten menschlichen Gesetze zu verstoßen!
Katherine Mansfield
» Rosabels Tagtraum
Eine Auswahl hinter- und feinsinniger Erzählungen der neuseeländischen Autorin, befreundet mit D.H. Lawrence, bewundert und beneidet von der Zeitgenossin Virginia Woolf.
Vigdis Hjorth
» Ein norwegisches Haus
Warum es nicht so einfach ist, als Norwegerin ausländerfeindliche Klischees zu vermeiden.












