Schlagwort: Sowjetunion
Alexander Bek
Vom Autor des vielleicht besten sowjetischen Romans zum Zweiten Weltkrieg (»Die Wolokolamsker Chaussee«), von Alexander Bek, kommt ein gut lesbares Werk über eine Generation sowjetischer Nomenklatura der »Parteisoldaten«. Deren Geschichte auch ein Teil der Geschichte des Scheiterns des sowjetischen Sozialismus ist.
Daniil Granin
» Dem Gewitter entgegen
Der zweite wichtige Roman Granins (gekürzt bei dtv als „Zähmung des Himmels“ erschienen) und beschäftigt sich wie der „Bahnbrecher“ mit der Auseinandersetzung zwischen unbequemen Neuerern und Bürokraten, Karrieristen und faulen Postenschiebern. In deren Verlauf es zu einer Katastrophe kommt, aus Bequemlichkeit, Zaghaftigkeit, Unehrlichkeit, Überforderung und menschlichem Versagen – Tschernobly läßt grüßen!
Daniil Granin
» Regen in einer fremden Stadt
Das Beziehungsabenteuer, das ein verheirateter sowjetischer Ingenieur auf einer Dienstreise eingeht und mit dem sein beruflicher Durchbruch verbunden ist. Granin regt (nicht nur) mit dieser Erzählung wesentlich zum Nachdenken an, er hinterlässt keine fest gefertigten Positionen. Das bringt einen anderen Lesegenuss als sonst.
Swetlana Alexijewitsch
» Secondhand-Zeit
Rückblicke auf die Sowjetunion, geliebt, gehasst, verklärt, verteufelt; alles in der einzigartigen Gesprächsführung der Alexijewitsch wiedergegeben. Trotz Vorbehalte gegenüber mündlichen Zeugnissen ein großes Zeitdokument.
Heinrich Vogeler
»Erinnerungen
Die erste Ausgabe der Erinnerungen des großen Künstlers, in der Bearbeitung von Erich Weinert, zusammengestellt aus einem Chaos an Aufzeichnungen. Schönes, spannendes, bereicherndes Zeugnis eines wichtigen deutschen Künstlers am Umbruch des 19./20. Jahrhunderts.
Swetlana Alexijewitsch
» Zinkjungen
Das Buch, das im (post)sowjetischen Kulturraum den Lügenschleier über den sowjetischen Krieg in Afghanistan entfernte.
Michail Scholochow
» Frühe Erzählungen
Eine Sammlung unterschiedlich gelungener Erzählungen des Literaturnobelpreisträgers (»Der stille Don«), die in den ganz frühen Werken mehr den Charakter bolschewistischer Märchen annehmen.
Michail Sostschenko
» Das Himmelblaubuch
Der Mittelteil einer dreibändigen Reihe von zu Unrecht fast vergessenen satirischen und unter Anregung von Maxim Gorki entstandenen Erzählungen des Leningrader Erzählers Sostschenko.
Boris Polewoi
» Doktor Vera
In »Doktor Vera« steht eine Ärztin im Mittelpunkt, die auch unter der faschistischen Besatzung ihrer russischen Heimatstadt im Zweiten Weltkrieg ihren humanistischen Idealen treu bleibt. Wiewohl sie (und ihr Mann) gleichzeitig mit ungerechtfertigten Verdächtigungen aus der Ecke des übelsten Stalinismus zu kämpfen haben.
Ilja Ehrenburg
» Der zweite Tag
Eine Sammlung von Episoden und aus der Zeit des ersten sowjetischen 5-Jahresplans (1928-32) mit der überwältigenden Aufbau- und Aufbruchstimmung dieser Zeit. Deren Ergebnisse wiederum Voraussetzung war, den Überfall der Nazitruppen auf die Sowjetunion 1941 vernichtend zurück zu weisen.










